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Lebensretter fit gemacht

Ausbildungswochenende für Rettungshundeteams erfolgreich abgeschlossen. Teams aus Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Saarland treffen sich erstmalig zur gemeinsamen Ausbildung und zum Erfahrungsaustausch
Tiere kennen keine Sprachbarrieren. Nach dem gemeinsamen Ausbildungswochenende der Rettungshundeteams der Pompiers Cynotechniques de Creutzwald, der Groupe Canin von der luxemburger Protection Civile, der Rettungshundestaffel Lahnstein der Feuerwehr und der biologischen Ortung des THW Ortsverband Saarbrücken, sind auch für die Hundeführer viele Verständigungsprobleme nicht mehr vorhanden. Drei Übungseinheiten in drei Staaten auf völlig unterschiedlichen Übungsgeländen, mit völlig unterschiedlichen Aufgaben und Anforderungen haben dabei die Teams durchlaufen. Bereits an Christi Himmelfahrt waren insbesondere die deutschen Teams von der Übungsanlage im luxemburgischen Altwies begeistert.“ Möglichkeiten wie man sie in Deutschland nicht finden kann“, so der Ausbilder für Rettungshunde im Länderverband des THW Stephan Heinz. Fünfundzwanzig Rettungshunde mit Ihren Führen mit unterschiedlichem Ausbildungsstand wurden in gegenseitiger Unterstützung mit den teils unterschiedlichen Methoden vertraut gemacht und unterwiesen.  Realitätsnahe Anforderungen wurden an Mensch und Tier gestellt, die man sonst nur nach großen Naturkatastrophen vorfindet.
Das Übungsterrain im lothringischen Boulay stellte wiederum ganz andere Herausforderungen an die mittlerweile bunt gemischten Rettungstrupps. Hier konnte die Suche in teilzerstörten Gebäuden mit allen Tücken, die eine solche Einsatzstelle darstellt, geübt werden. Dabei stand der Erfahrungsaustausch im Vordergrund. Geballtes Fachwissen und viele Fachgespräche im Rettungshundewesen füllten den Ausbildungstag bis in die späten Abendstunden aus.
Abschließend wurde am Samstag im saarländischen Rohrbach auf Betonbruchteilen die Trümmersuche noch einmal in den Ausbildungsmittelpunkt gestellt. Ein zentraler Punkt der Ausbildung bestand darin die Rettungshunde zu motivieren. Für die geprüften Rettungshunde ist der Suchvorgang ein Teil des Spiels. Nach erfolgreicher Arbeit muss deshalb das Tier auch immer belohnt werden. Das zeigt sich darin, dass mit Spiel und Spass  der Hund belohnt wird. Die Ausbildungspausen für die Hunde wurde von den Hundeführern dazu genutzt, sich einen Überblick über technische Ortungsgeräte zu verschaffen. So konnte mit einer Wärmebildkamera gearbeitet werden, eine Suchkamera bedient und getestet werden, aber auch eine Neuentwicklung eines kabellosen Horchgerätes begutachtet und erste Erfahrungen gesammelt werden.
Für die Maßnahme war das THW im Ortsverband Saarbrücken Gastgeber. Es wurde für die Teilnehmer Quartier eingerichtet und nach den strapaziösen Ausbildungseinheiten wurde der Tag am Grillfeuer mit weiterem Fachsimpeln und wachsendem Kameradschaftssinn beendet.
Für alle Teilnehmer stand fest „das war eine gelungene Sache – das machen wir wieder“. Alle Mitwirkenden sind bei Ihren Organisationen ehrenamtlich tätig und sehen ihre Arbeit als wichtige Aufgabe für die Menschenrettung an. Und so konnte auch der THW-Gruppenführer Koch, der die Maßnahme geplant und organisatorisch geleitet hat feststellen, dass sich die Arbeit für die erste grenzüberschreitende Rettungshundeausbildung im THW Saarbrücken gelohnt hat.

Fotos  gibt es hier zu sehen : Bildergalerie